Risikoeinheit

​Die Risikoeinheit 1R wird als neutrales und objektives Risikomaß im Trading eingesetzt. Lesen Sie hier über die Vorteile und den richtigen Einsatz.

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​Die Risikoeinheit 1R misst das Anfangsrisiko eines Trades und macht es vergleichbar und bei Strategien und Setups statistisch auswertbar.

1R = Risiko in Geld, wenn der Trade in den Verlust läuft + Spread und Kommissionen

​Wofür braucht man 1R?

​Stellen Sie sich vor, Sie surfen durch das Internet und schauen sich Forenbeiträge und Berichte über Trader an.

​Eintrag Nummer 1 lautet: "Mit diesem Trade habe ich 1.500 Euro verdient."

Und ein anderer schreibt (Nummer 2): "Meine Strategie hat diesen Monat bereits 255 Pips verdient."

​Diese Aussagen hören sich erstmal toll an, aber eine tatsächliche Information, ob das gute Ergebnisse sind, erhalten wir nicht.

Wie würden Sie die Aussage Nummer 1 bewerten, wenn Sie wüssten, diese Person hatte ein initiales Risiko von 15.000 Euro? Doch nicht so gut.

Was würden Sie sagen, wenn diese Person ein initiales Risiko von 150 Euro gehabt hätte? Guter Trade!

Und bei Nummer 2 sieht das nicht anders aus. Wenn die Strategie mit 1 Lot 200 Pips Verlust gemacht hat und mit 0,01 Lots 455 Pips Gewinn; dann hat sie tatsächlich 255 Pips Plus gemacht, aber unterm Strich Geld verloren.

Wir benötigen also eine Kennzahl, die tatsächlich ausdrückt, ob ein Trade profitabel war und in welcher Höhe.

​Das Anfangsrisiko 1R

​Wie oben beschrieben ist das Anfangsrisiko 1R das Risiko in meiner Kontowährung inklusive Spesen und Kommissionen, welchem ich bei einem Trade ausgesetzt bin.

Der Vorteil an der Schreibweise 1R ist jetzt, dass egal, ob jemand sein Anfangsrisiko mit 500 Euro, 1500 USD oder mit 10 Pips definiert, in jedem dieser Fälle schreiben wir ab sofort 1R dafür.

Wichtig hierbei ist, dass unter risikogesichtspunkten das Anfangsrisiko stets gleich bleibt, um eine Wahrscheinlichkeit traden zu können. Sollte dies von einem Trader variiert werden, ist die Aussage 1R nicht mehr sinnvoll.

​Gewinn in R Vielfachen ausgedrückt

​Nachem wir das Anfangsrisiko 1R definiert haben, können wir nun den Gewinn in Einheiten von R ausdrücken. 

Z.B. Der Trade hat 2R Gewinn gemacht.

Sofort ist klar, dass hier ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis von 2 dem Trade zugrunde liegt und es gibt keine Unsicherheit mehr, ob der Trader mal eine hohe und mal eine niedrige Positiongröße handelt.

​Und diese Kennzahl können wir perfekt vergleichen, wir wissen, dass 3R Gewinn eines Traders X besser ist als 2,5R Gewinn des Traders Y. Ohne, dass wir mehr von diesen Tradern wissen.

Von daher sprechen wir bei Rendite und einer Tradebeurteilung immer von 1R und den Vielfachen von R. So wissen Sie und wir exakt Bescheid und es entstehen keine Missverständnisse.